Verkehrsrecht

Das Verkehrsrecht ist als Sammelbegriff für eine Vielzahl von Regelungen zu verstehen, die ihren Ursprung im Zivilrecht, Ordnungswidrigkeitenrecht, Strafrecht und Verwaltungsrecht haben.

Im zivilrechtlichen Bereich des Verkehrsrechts liegt der Fokus weitestgehend auf rechtlichen Auseinandersetzungen rund um Verkehrsunfälle, Streitigkeiten mit Kraftfahrzeugversicherern (Haftpflichtversicherung, Kaskoversicherung und Vollkaskoversicherung) und rund um den Autokauf.

Verkehrsunfall

Kommt es auf öffentlichen Straßen zu einem Verkehrsunfall löst dies eine Vielzahl an wechselseitigen Ansprüchen auf Schadensersatz und gegebenenfalls Schmerzensgeld aus. Bei einem einseitig verschuldeten Unfall kann grundsätzlich der Geschädigte Ansprüche geltend machen.

Welche Ansprüche entstehen und im Ergebnis durchsetzbar sind, ist stark von der Unfallkonstellation und zahlreichen anderen Faktoren abhängig.

  • Verstoß gegen die StVO führt zum Unfall
  • War der Unfall für mindestens einen Beteiligten vermeidbar?
  • Welchen Unfallbeteiligten trifft welche Verschuldensquote?
  • Zurechnung der Betriebsgefahr
  • Schwere der Verletzungen der Unfallbeteiligten
  • Hat der Unfallbeteiligte seine Kaskoversicherung in Anspruch genommen?
  • u.a. 

Mindestens genauso vielfältig, wie die möglichen Unfallereignisse ist auch die Rechtsprechung an den unterschiedlichen Gerichten auf dem gesamten Bundesgebiet. Eine schier unüberschaubare Vielzahl an Einzelfallentscheidungen der Gerichte zu allen denkbaren Schadenspositionen macht es unumgänglich, insbesondere bei unverschuldeten Verkehrsunfällen qualifizierten rechtlichen Rat von einem Fachanwalt für Verkehrsrecht einzuholen. 

Totalschaden oder Fiktive Abrechnung?

Nach einem Unfall möchte der Geschädigte in Erfahrung bringen, wie hoch der Schaden an seinem Fahrzeug ist. Hierfür ist regelmäßig die Hinzuziehung eines Sachverständigen erforderlich. Häufig reicht jedoch auch ein Kostenvoranschlag einer Werkstatt aus. 

Bereits hier entsteht bei vielen Geschädigten der Eindruck, man könne aus einem Verkehrsunfall Kapital schlagen und mit der Unfallregulierung Gewinn machen. Dieser Eindruck ist gut nachvollziehbar, denn keinesfalls muss der Unfallgeschädigte sein Fahrzeug zu der im Gutachten aufgeführten Reparatursumme instand setzen. Es verbleibt stets die Möglichkeit das Fahrzeug kostengünstig reparieren zu lassen und den übrigen Geldbetrag anderweitig zu verwenden. Dass das Fahrzeug selbst durch eine notdürftige Reparatur nicht dem den ursprünglichen Wert aufweist, vergessen Viele.

Nur selten zahlen die regulierenden Versicherer des Unfallverursachers mehr Geld als sie müssen. Im Gegenteil, grundsätzlich werden größere Beträge, teilweise auch rechtlich unbegründet gekürzt.

Eine Auseinandersetzung mit den gekürzten Einzelpositionen mit dem Versicherer ist häufig den Fähigkeiten eines gänzlich Laien entzogen. Die Einschaltung eines Rechtsanwaltes umgehend nach dem Verkehrsunfall ist häufig die beste Lösung.

Anwaltskosten nach einem Verkehrsunfall

Eine gute Nachricht vorweg: Ist man in einen Verkehrsunfall gänzlich ohne eigenes Verschulden verwickelt, so hat der Gegner grundsätzlich die Anwaltskosten vollständig zu übernehmen. Diese zählen nämlich zu den Schadensersatzkosten, die der Geschädigte nach einem Unfall im Straßenverkehr ersetzt verlangen darf.  

Sollten Sie daher Unterstützung nach einem Verkehrsunfall benötigen, zögern Sie nicht uns möglichst umgehend zu kontaktieren. Wir unterstützen Sie gern bei der Geltendmachung und Durchsetzung Ihnen zustehender Forderungen.

Zu den typischen Ansprüchen im Verkehrszivilrecht / Verkehrsrecht gehören der Schadensersatz und das Schmerzensgeld, spezifischer:

  • fiktive Reparaturkosten oder konkrete Reparaturkosten
  • alternativ der Wiederbeschaffungsaufwand (Wiederbeschaffungswert abzgl. Restwert)
  • Merkantiler Minderwert / Wertminderung
  • Sachverständigenkosten
  • eigens getragene Heilbehandlungskosten
  • Schockschäden naher Angehöriger
  • Nutzungsausfallschaden
  • Haushaltsführungsschaden
  • Verdienstausfallschaden
  • und andere

Die Versicherer im Verkehrsrecht

Eine KFZ-Haftpflichtversicherung hat jeder der ein Fahrzeug anmeldet abzuschließen, um ein Fahrzeug überhaupt in der Öffentlichkeit bewegen zu dürfen. 

Bei neueren oder hochwertigeren Fahrzeugen ist zum Abschluss einer Kaskoversicherung (Teilkasko und / oder Vollkasko) ebenfalls anzuraten.

Bei Problemen mit einem Versicherer, zum Beispiel nach einem teilweise selbst verschuldetem Verkehrsunfall oder bei Schwierigkeiten mit den eigenen Kaskoversicherern ist der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung zur Vermeidung umfassender Anwaltskosten sicherlich eine sinnvolle Ergänzung. Die Rechtsschutz im Verkehrsrecht übernimmt grundsätzlich auch die Kosten für einen Fachanwalt im Verkehrsrecht bei Bußgeldsachen, wie z.B.: 

  • Geschwindigkeitsüberschreitungen
  • Handy / Smartphone am Steuer
  • Alkoholisierung am Steuer
  • Rotlichtverstöße
  • Fahrverbote
  • u.a.

und bei strafrechtlichen Verstößen im Zusammenhang mit Straßenverkehrsvorgängen

  • Unfallflucht / Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort
  • Straßenverkehrsgefährdung
  • Trunkenheit am Steuer
  • Nötigung im Straßenverkehr
  • Straßenrennen
  • u.a. 

Darüber hinaus übernehmen die Rechtsschutzversicherer im Bereich des Verkehrsrecht auch die Anwaltskosten bei der Vertretung gegenüber den Verkehrsbetrieben (sog. “Führerscheinstellen”) bei Auseinandersetzungen rund um die Fahrerlaubnisentziehung oder bei einer Anordnung einer MPU (“Idiotentest”).

Zu dem Verkehrsrechtsschutz gehört auch die Übernahme der Kosten eines Rechtsanwalts und etwaigen Gerichtskosten in den Fällen von Streitigkeiten rund um den Fahrzeugkauf vom PKW Händler oder von Privatpersonen.

Das gehört zum Verkehrsrecht

Der Kauf eines Fahrzeugs oder Kraftrads ist regelmäßig eine teure Anschaffung, die gut durchdacht werden muss. Umso ärgerlicher ist es, wenn sich das Traumfahrzeug schlimmstenfalls zu als ein Schrottfahrzeug entpuppt. 

Unabhängig davon, ob Sie einen Neuwagen oder einen Gebrauchtwagen erworben haben und Ihre Ansprüche gegen den Verkäufer geltend machen möchten, eine Rechtsschutzversicherung für Verkehrsrecht steht grundsätzlich für die Kosten der Geltendmachung und Durchsetzung Ihrer Ansprüche auch vor Gericht ein.

Typische Forderungen im Autokaufrecht lauten wie folgt :

  • Nacherfüllung / Nachlieferung
  • Rückabwicklung des Kaufvertrags
  • Anfechtung des Autokaufs
  • Widerruf des finanzierten PKW-Kaufs
  • Widerruf eines Fahrzeugkaufs im Fernabsatz
  • Kaufpreisminderung
  • Schadensersatzforderungen

Auch hier helfen wir Ihnen gern weiter. Kontaktieren Sie uns jetzt. 

Unser Fachanwalt für Verkehrsrecht der Anwaltskanzlei Posikow Kehren Rechtsanwälte Partnerschaft mbB am Standort in Hamburg unterstützt Sie in den einzelnen Bereichen des Verkehrsrechts.

Gerne vermitteln wir Ihnen einen Sachverständigen und bei Bedarf auch direkt eine Werkstatt zu Ermittlung und Behebung des Schadens an Ihrem Wagen. Unsere Kooperation erstreckt sich auf renommierte und kompetente Schadenssachverständige und Werkstätten, die wir Ihnen bei Bedarf gerne empfehlen.

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Rechtsanwalt Igor Posikow
Igor Posikow
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Verkehrsrecht

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